„Man erzieht und erzieht und erzieht, und am Ende machen sie einem doch alles nach“, dieser O-Ton von Fritten-Herta zeigt, dass es sich bei dem Buch ‚Die Curry-Clique‘ um ein lebenspraktisches Buch handelt, das Jugendgewalt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, nicht mit Gesetzesverschärfung sondern mit gesundem Menschenverstand, Liebe, Zuneigung, Vorbild, aber natürlich auch mit Regeln bekämpfen will. Lesenswert für alle, denen unsere Kinder und ihr bestmögliches Aufwachsen etwas wert sind und das außerdem noch Spaß macht.
Renate Schmidt, MdB, Bundesfamilienministerin a. D.
Informative und unterhaltsame Lektüre zum Seelenleben der Kinder unserer Gesellschaft nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern „Rat gebend“!
Auch aus der Sicht der polizeilichen Präventionsarbeit mit Kindern ein empfehlenswertes Werk.
Klaus Steffenhagen , Polizeipräsident Köln
Das Buch ist vor allem deshalb zu empfehlen, weil es "die Schwere" nimmt und dennoch die jungen Menschen und die Thematik ernst nimmt. In diesem Sinne eine erleichternde, entlastende und ausgesprochen motivierende Lektüre, die jedoch nicht nur den "Praktikern vor Ort" zu empfehlen ist, sondern zugleich auch denjenigen, die für die "Zutaten" und "Lieferwege" von Gewalt direkt oder indirekt gesellschaftliche Verantwortung tragen!
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Dipl. Soz. Päd. Detlef Rüsch
Systemischer Familientherapeut
Jugendsozialpädagoge an einer Grund- und Hauptschule
2. Vorsitzender im Verein zur Förderung der Familientherapie (VFT-München)
Immer wieder sorgen Vorfälle mit gewaltbereiten Jugendlichen für Schlagzeilen und politische Diskussionen, in denen es häufig nur um die Verschärfung des Strafmaßes für jugendliche Gewalttäter geht. Doch Bestrafung beseitigt das Problem nach Überzeugung von Christian Lüdke und Peter Trapski nicht.
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Frankfurt-Live.com
Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main
Ich habe die Curry-Clique gelesen und bin begeistert ob der Vielfalt und des fachwissenschaftlich-theoretischen, aber auch methodisch-didaktischen Tiefgangs des Buches. Es ist das richtige Werk zur richtigen Zeit mit absoluter Brauchbarkeit für die Hand des Lehrers. Schulische und außerschulische Gewalt mit der Curry-Clique greifen Lüdke und Trapski nicht nur ein topaktuelles, sondern auch pädagogisch hochbrisantes Thema auf. In jugendgerecht und unterhaltsam erzählten Geschichten wird ein breites Spektrum nachvollziehbarer schulischer und außerschulischer Gewaltszenarien aufgezeigt, die eine realistische Begegnung mit der Alltagswelt von Jugendlichen darstellen. Ohne zu moralisieren und ohne vorwurfsvoll-besserwisserische Untertöne werden allen, die im Spannungsfeld der Erziehung stehen, behutsame, aber überzeugende und einsichtige Hilfen für den pädagogischen Dialog mit Jugendlichen im Umfeld der Gewaltprävention angeboten. Darüber hinaus bietet der umfangreiche Praxisteil mit seinen reichhaltigen Vorschlägen zu Projekten, Übungen, Rollenspielen, Selbstreflexionshilfen vielfältige Anregungen für eine schülerzentrierte und handlungsorientierte Unterrichtsplanung zur Gewaltprävention, und der Theorieteil als notwendiger Unterbau informiert über den gegenwärtigen fachwissenschaftlichen Stand der Ursachen jugendlicher Gewalt und entwickelt ein akzeptables ganzheitliches Konzept für eine (mögliche) gewaltfreie Zukunft der Jugendlichen.
Mit Curry ist den Autoren eine eindrucksvolle textliche Gewürzmischung gelungen, die jedem Lehrer wertvolle Informationen, Anregungen und Hilfen bietet und die in die Präsenzbibliothek einer jeden Schule gehört.
Gymnasium St. Christophorus, Hans-Günter Bomholt StD i. K.,
Stv. Schulleiter, Kardinal-von-Galen-Straße 1, 59368 Werne
Starke Kinder lassen sich nicht von rechten Spinnern einlullen, sagen Nein zu brutalen Computerspielen, schicken keine selbst gedrehten Filme von Schlägereien aufs Handy und können sich mit Worten verteidigen, ohne die Fäuste sprechen lassen zu müssen.
Wie Kinder und Jugendliche selbstsicher und selbstbewusst werden, zeigt dieses Buch, das nicht nur für Eltern, Pädagogen und andere interessierte Erwachsene gedacht ist. Denn die Geschichten um die eigentlich ganz normale Essener Curry-Clique spricht Kinder und Jugendliche an, die in Joy, Karim, Manni, Mike und Rollo Mitschüler, Bekannte oder gar sich selbst wieder erkennen können. Dazu kommen Fritten-Hertas Kommentare, die zu Erpressungsversuchen, Prügeleien oder Zickenterror klar und verständlich Stellung bezieht. Und immer wieder taucht die Karategruppe auf, die nicht lernt, Steine zu zertrümmern, sondern sich selbst wirkungsvoll zu verteidigen.
Im zweiten, dem Ratgeber-Teil gibt es unterhaltsame und doch wirkungsvolle Aufgaben für die Jugendlichen mit dem Ziel, ihre Persönlichkeit zu stärken und sie zum Nachdenken zu bringen. Denn in einer Zeit, in der stumpfes Konsumieren bei vielen an oberster Stelle steht, kann es nur sinnvoll sein, wieder mal zu denken und mit dem Kopf zu arbeiten.
Eine gelungene Kombination, die hoffentlich bald in vielen Familien gemeinsam genutzt wird. Denn Liebe, Vertrauen und Gespräche sind immer noch viel wichtiger als alles Geld und materielle „Zuwendungen“.
Beate Rottgardt, Ruhr Nachrichten
In Zeiten, in denen über die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen, den Sinn von Erziehungscamps und die Verschärfung des Jugendstrafrechts diskutiert wird, kann ein Thema wohl kaum aktueller sein, als das, was Lüdke/Trapski für ihre „Curry-Clique“ gewählt haben. Aber sie geben nicht einfach nur ihren Senf dazu, sie rühren nicht im Einheitsbrei alter Argumente und Erklärungsversuche, sondern sie gehen neue Wege: Mit Erzählungen, die nicht den warnenden pädagogischen Zeigefinger erheben, sondern die auch unterhalten, wenn man sie liest (oder vorgelesen bekommt) und mit Trainings- und Erziehungshilfen, die Expertenwissen widerspiegeln und gleichzeitig auch für Laien verständlich und nachvollziehbar sind.
„Fritten-Herta“ bringt dabei vieles mit gesundem Menschenverstand und manchmal auch einem Augenzwinkern auf den Punkt, ohne die Augen vor Themen wie Kiffen, Abzocke, Horrorvideos oder Amokläufen zu verschließen. Deshalb fehlt auch nicht die nötige Schärfe an diesem therapeutischen „Gericht“.
Natürlich können auch die Autoren nicht DAS Geheimrezept präsentieren, das sofort und für alle Zeiten Gewalt von und unter Jugendlichen verhindern wird. Aber ihre Vorschläge sind anregend und machen Appetit darauf, sich neu und anders mit dem Thema zu beschäftigen für ein friedvolleres Miteinander. Nachschlag bitte!
Katja Sponholz, Westfälische Rundschau