Das Curry-Camp

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.
Wir sagen: Man braucht drei ganze Dörfer und drei Jahre, um einem kriminellen Kind eine gewaltfreie Zukunft
zu ermöglichen.
Ein Camp ist ein Ort, an dem mehrere Menschen für eine gewisse Zeit provisorisch leben. Lager haben einen kurzfristigen Charakter, können aber durchaus und unter bestimmten Umständen auch für längere Zeit genutzt werden – so wie das „Curry-Camp“. Das Curry-Camp kann verglichen werden mit einer Fahrschule, die man besucht, um den Führerschein zu machen. Es gibt den Jugendlichen eine Art „Gebrauchsanweisung“ zur Entwicklung von Strategien, Trainings und Vorbeugemaßnahmen gegen Gewalt und Aggressivität an die Hand, die gleichermaßen Körper und Geist schult.

Die Curry-Camp-Methode
Im Curry-Camp lernen die Jugendlichen, in vier Schritten ihre eigene Identität zu erkennen:

1. Sensibilisieren und Motivieren:
Worauf kommt es an?
Was nutzt es mir?

2. Reflektieren:
Wo stehe ich?
Wie bin ich?

3. Üben:
Was sollte ich tun?
Und wie konkret?

4. Erproben:
Kann ich das Erlernte anwenden?
Mit welchem Ergebnis?